Aus dem Besuchsprogramm am Tag des offenen Denkmals: Die Hamburger Sternwarte ist ein Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Die Hamburger Sternwarte ist am 14. September geöffnet © Deutsche Stiftung DenkmalschutzDer Tag des offenen Denkmals am Sonntag, den 14. September 2014, ist in diesem Jahr in besonderer Weise der „Farbe“ gewidmet.

Mit diesem Motto soll der Blick dafür geschärft werden, wie auch bei Denkmalen die farbliche Erscheinung ihre Wahrnehmung prägt. So bietet etwa der Förderverein Hamburger Sternwarte e.V. im Astronomiepark Hamburger Sternwarte seine Führungen mit dem Schwerpunkt „Farbe und Restaurierung“ an. Die um 1910 im neobarocken Stil errichteten Gebäude auf dem Gojenberg in Bergedorf enthalten einen wertvollen Bestand an Teleskopen. Der 1998 gegründete „Förderverein Hamburger Sternwarte“ engagiert sich bei Sanierung und Restaurierung und bietet Führungen im Kulturdenkmal an. Aufgrund ihrer kulturhistorischen Bedeutung von internationalem Rang gilt die Sternwarte in Bergedorf als Kandidat für das Kulturerbe der UNESCO. Geöffnet ist der Astronomiepark am Denkmalsonntag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

Tag des offenen Denkmals am 14. September 2014

Die Hamburger Sternwarte ist am 14. September geöffnet © Deutsche Stiftung Denkmalschutz
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Als die Hamburger Sternwarte an ihrem alten Standort Millerntor keine sinnvollen Messungen mehr durchführen konnte, erhielt sie nach einem Entwurf des Bauinspektors Albert Erbe von 1906 bis 1912 einen neuen Standort in Bergedorf. Damals eine der größten und modernsten zeitgenössischen Sternwarten Europas, besteht die Anlage aus einer Reihe verstreut liegender repräsentativer Kuppelbauten in neobarocken Formen: Dienst- und Wohngebäude, ein Gebäude für den Refraktor, eines für den Meridiankreis, jeweils ein Bau für das Spiegelteleskop und das fotographische Fernrohr sowie etliche Nebengebäude. Die Ausstattung der neuen Sternwarte mit Instrumenten der berühmten Hamburger Firma A. Repsold & Söhne galt weltweit als richtungsweisend. Die Technik der Kuppeln und Schiebedächer kam aus dem Hause Carl Zeiss Jena.

Die historischen Gebäude sind mitsamt ihrer Ausstattung, den optischen Geräten und den technischen Details in einem außergewöhnlich guten Erhaltungszustand. Sie dienen bis heute der Ausbildung, der Erprobung neuer Instrumente und dem Training der Wissenschaftler. Das Sternwartengelände steht beispielhaft für eine nahezu komplett überlieferte historische Sternwarte von internationalem Rang. Einhergehend mit der Entwicklung der astronomischen Wissenschaften kann hier die Entwicklung der Teleskoptechnik von 1850 bis zur Gegenwart nachvollzogen werden. Eine ganz besondere Bedeutung hat sie überdies für Hamburg aus der engen und wichtigen Verknüpfung von Seefahrt und Astronomie.

Die Sternwarte ist eines von 30 Denkmalen, die die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Sitz in Bonn dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Hamburg fördern konnte. Zu den dortigen, am Tag des offenen Denkmals geöffneten Förderprojekten gehören auch die Stadtkirchen St. Jacobi und St. Katharinen, die Bergedorfer Mühle, das Erika- und das Fritz-Schumacher-Haus im UKE und der Kaispeicher B. Mit der bundesweiten Koordination des Tags des offenen Denkmals begleitet die Stiftung die wohl größte Kulturveranstaltung in Deutschland und wirbt dabei effektiv für den Gedanken des Denkmalschutzes.

Quelle und Copyright:
Deutsche Stiftung Denkmalschutz – www.denkmal.de

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"Beim Rochel" wird restauriert: Denkmalschutzstiftung fördert Rochlhaus in Thaining

Für die Dach- und Fensterrestaurierung am Rochlhaus in Thaining im Landkreis Landsberg am Lech stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz 50.000 Euro zur Verfügung. Der entsprechende Fördervertrag erreicht den Ersten Bürgermeister der Gemeinde Thaining, Leonhard Stork, in diesen Tagen.

Rochlhaus in Thaining © Peter Schabe/Deutsche Stiftung Denkmalschutz
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Das Rochlhaus ist ein Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert, ein Mittelstallbau mit flachem Satteldach und verbrettertem Giebel. Die besondere Bedeutung des Hauses beruht laut Aussage des Landesdenkmalamtes auf der „besonderen historischen Dichte“ der Grund- und Aufrissdisposition und der Innenausstattung. So haben sich unter anderem die ursprüngliche Kammerstiege erhalten sowie die Böden, Türen und Fenster, die teilweise auch aus der Ausbauphase des Hauses im 19. Jahrhundert stammen.

Ursprünglich bestand das Anwesen aus zwei getrennten Häusern, Haus Nr. 80 und Nr. 81. Haus Nr. 80 umfasste den heutigen Wohnteil und den Stall, Haus Nr. 81 die jetzige Tenne. Im Jahr 1890 erwarb der Eigentümer von Haus Nr. 81, Rochus Finsterwalder, das Nachbarhaus, das in der Grundsubstanz ein Ständerbohlenbau ist, vom Heilig-Geist-Spital Landsberg. Seither ist der Hausname „beim Rochel“ belegt und gebräuchlich.

Das Rochlhaus, das älteste Profangebäude in Thaining, gehört nunmehr zu den über 270 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.

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Fröhliche Wiederkunft: DSD fördert in Trockenborn-Wolfersdorf

Zahlreichen zweckgebundenen privaten Spenden ist es zu danken, dass die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) nach 2011 und 2012 nun zum dritten Mal Mittel zur Wiederherstellung des Jagdschlosses Fröhliche Wiederkunft in Trockenborn im Saale-Holzland-Kreis zur Verfügung stellen kann.

Für die Innenrestaurierung im zweiten Obergeschoss überbringt Barbara Schönfelder, Ortskuratorin Weimar der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), am Montag, den 1. September 2014 um 14.00 Uhr vor Ort einen Fördervertrag in Höhe von exakt 32.116,64 Euro an Professor Dr. Ulrich Schubert. An den Maßnahmen zur Aufarbeitung und Ergänzung der Dielenfußböden beteiligt sich auch das Land mit einem namhaften Betrag.

Von 1547 bis 1551 ließ der sächsische Kurfürst Johann Friedrich der Großmütige in den Wäldern des Holzlandes ein Jagdschloss errichten als Ersatz für ein in den Schmalkaldischen Kriegen andernorts zerstörtes Bauwerk. Er beauftragte damit Nikolaus Gromann, den landesfürstlichen Baumeister. Den Namen erhielt das Schloss als Erinnerung an die erste Begegnung Johann Friedrichs mit seiner Familie nach der Heimkehr aus mehrjähriger kaiserlicher Gefangenschaft 1552.

Jagdschloss Fröhliche Wiederkunft in Trockenborn © Marie-Luise Preiss/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Jagdschloss Fröhliche Wiederkunft in Trockenborn © Karin Gehrmann/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Jagdschloss Fröhliche Wiederkunft in Trockenborn © Marie-Luise Preiss/Deutsche Stiftung Denkmalschutz
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Die Anlage auf einer Insel in einem künstlich aufgestauten See verfiel spätestens seit dem Dreißigjährigen Krieg. Von 1858 bis 1865 wurde sie von Herzog Joseph von Sachsen-Altenburg umgebaut. Die räumliche Neuordnung und die konstruktiven Veränderungen erfolgten im Stil der Neogotik. Nach der Abdankung Herzogs Ernst II. von Sachsen-Altenburg 1918 diente das Schloss bis 1955 als dessen Ruhesitz. Teile der Anlage stellte der Herzog ab 1934 Angehörigen der Universität Jena als Erholungsheim zur Verfügung. Nach seinem Tod wurde das Schloss Volkseigentum und als Jugendwerk- und -lernhof genutzt.

Die unterschiedlichen Bauteile der auf fast quadratischem Grundriss errichteten Anlage stammen aus verschiedenen Bauphasen. An der Nordostecke erhebt sich der dreigeschossige Bau des sogenannten Alten Schlosses aus dem 16. Jahrhundert. Seine beiden Flügel sind unterschiedlich lang. Fünf quadratische, diagonal gestellte, viergeschossige Ecktürme schließen mit Spitzhelmen ab. Ein achteckiger Treppenturm endet mit einem hohen, leicht geschwungenen Helm und einer weit herausragenden kugelförmigen Bekrönung. Erdgeschoss und Treppenturm sind massiv, die oberen Geschosse eine nach 1858 verputzte Fachwerkkonstruktion. Die neogotische Innenarchitektur blieb weitgehend erhalten, auch die farbigen Raumfassungen sind vereinzelt überkommen. Die Westseite der Anlage begrenzt eine neogotische Zinnenmauer mit Tor. An den Südflügel schließt sich das in Fachwerk mit Backsteinausfachung errichtete sogenannte Fischerhäuschen an. Die Westseite der Anlage begrenzt eine neogotische Zinnenmauer mit Tor und Brücke. Nördlich führt eine zweite Brücke zum einstigen Wirtschaftshof.

Bemerkenswert sind der ehemalige Wohnflügel Herzogs Ernst II. mit dem Empfangsraum im Erdgeschoss, den Repräsentationsräumen – Fürstensaal, Herzog-Joseph-Zimmer, Malzimmer – im Obergeschoss und die durch eine Tresortür gesicherte Silberkammer.

Das Jagdschloss Fröhliche Wiederkunft gehört zu den über 420 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Thüringen fördern konnte.

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Vortragsreihe Denkmal Altstadt: Denkmal-Soiree im Alten Schloss in Höchst

 

Am Donnerstag, den 4. September 2014 um 18.00 Uhr spricht Professor Dr.-Ing. Birgit Franz von der HAWK Hochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen im Rahmen der Vortragsreihe „Denkmal Altstadt“ der Denkmal-Soiree im Alten Schloss in Höchst über „Altstadt und Engagement“.

In ländlichen strukturschwachen Regionen haben auch historisch bedeutende Städte mit den Folgen von ökonomischem und demographischem Wandel zu kämpfen. Vielerorts sind die Zentren durch Funktionsverluste und Leerstand gekennzeichnet. Birgit Franz kann nun mit Beispielen für eine gelungene Revitalisierung von Altstädten aufwarten und diskutiert die Tragfähigkeit und Übertragbarkeit von Strategien.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz richtet die Vortragsreihe im Alten Schloss Höchst aus, einem Haus der Stiftung. Sie will damit das Nachdenken und die Diskussion über die gesellschaftliche Wahrnehmung der historischen Stadt befördern. Ausgewiesene Experten führen in Facetten des Themas Altstadt ein und stehen im Anschluss bei einem Glas Wein zum Gedankenaustausch zur Verfügung.

Altes Schloss in Höchst © Deutsche Stiftung Denkmalschutz
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Vor mehr als 100 Jahren haben Kommunen und Bürgervereine, aber auch Denkmalpflege, Stadtplanung und Tourismus die historische Altstadt als Thema für sich entdeckt und seither vielfältige Anstrengungen zu ihrer Erhaltung, Weiterentwicklung, Revitalisierung und Aufwertung unternommen. Auf diese Weise haben sich die Zentren kontinuierlich verändert, sich den Erwartungen der jeweiligen Gesellschaft an historische Identifikationsräume, zunehmend aber auch an kommerziell nutzbare Wahrzeichen angepasst. Dabei reflektieren diese Prozesse die teilweise außerordentlich verlustreichen Begleiterscheinungen des modernen Industriezeitalters und die Schadensbilanzen von Zweitem Weltkrieg und nachfolgendem Wiederaufbau. Bis heute suchen Städte wie Frankfurt, Potsdam, Dresden oder Berlin die entstandenen „Fehlstellen“ unter anderem durch Rekonstruktion repräsentativer Baudenkmale oder Platzgestaltungen zu reparieren und gefährden dadurch ihrerseits jüngere potentielle Baudenkmale in ihrem Bestand. Gleichzeitig unterliegen die historischen Stadtstrukturen in den Metropolen einem hohen Vermarktungsdruck, wohingegen im ländlichen Raum und in den Mittelzentren Leerstand und Bevölkerungsverlust, aber auch touristische Übernutzung Erhaltungsanstrengungen erschweren.

Das Alte Schloss ist eines der bedeutendsten Baudenkmale in Höchst. Während der Renaissance wurde die ursprüngliche Burg zu einem der prächtigsten Schlösser des Mainzer Kurfürsten ausgebaut. Nach Brandschatzung im Dreißigjährigen Krieg und Abrissen späterer Zeiten blieben nur das Torhaus, die im Kern mittelalterlichen Turmbauten und Ruinenreste übrig. Im 19. Jahrhundert erwarben die Gründer der Farbwerke Höchst das Alte und das Neue Schloss, um sie nach einer umfassenden Renovierung in den 1960er Jahren als Tagungsort zu nutzen. 2002 übernahm die Denkmalstiftung die Anlage, um ihren dauerhaften Erhalt zu gewährleisten. Im vergangenen Jahr etwa wurden die Innenräume des Alten Schlosses umfangreich renoviert, um sie für Tagungen und Veranstaltungen zu Themen der Denkmalpflege sowie für Ausstellungen zur Verfügung stellen zu können.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Eine vorherige Anmeldung ist willkommen:
Deutsche Stiftung Denkmalschutz,
Altes Schloss Höchst,
Höchster Schlossplatz 16,
65929 Frankfurt/Main
Fax: 0228 9091-439
E-Mail an museum-hoechst(at)denkmalschutz.de.

Das Alte Schloss ist von Donnerstag bis Sonntag jeweils von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Individuelle Führungen sind nach Absprache möglich.

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Gieb Kompressoren aus Rülzheim: ‚Sicher wie die Feuerwehr‘

In gewisser Weise retten Kompressoren Menschenleben. Auch Kompressoren von Gieb.

Der erste Gedanke könnte sein, daß Atemflaschen für Feuerwehrleute gefüllt würden, doch woran man nicht denkt sind die Einsatzfahrzeuge, die eine Luftbremse haben, die nach längerem Stillstand erst aufgepumpt werden muß, um Wirkung zu haben.

Im normalen Leben eines Lastwagens zählen die paar Minuten nicht, aber es wäre unerträglich in einem Notfall warten zu müssen, bis man losfahren kann, weil die Bremse genug Druck hat.

So haben die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr mit Lastwagenbremse einen extra Luftanschluß, um die Wagen immer in Einsatzbereitschaft zu haben, weil sie durch Kompressoren immer mit ausreichend Druck versorgt werden.
24 Stunden am Tag. 7 Tage die Woche. Auch mit Kompressoren von Gieb.

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Rundgänge in Farbe: Bundesweite Eröffnung des Tag des offenen Denkmals 2014 in Hamburg

Nachdem am Sonntag, den 14. September 2014 um 11.00 Uhr Kulturstaatsministerin Professor Monika Grütters, der Erste Bürgermeister der Stadt Hamburg, Olaf Scholz, der Hamburger Landeskonservator Andreas Kellner und die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Dr. Rosemarie Wilcken, den Tag des offenen Denkmals im Ehrenhof des Hamburger Rathauses in einer öffentlichen Veranstaltung bundesweit feierlich eröffnet haben, laden den ganzen Tag über private und öffentliche Denkmaleigentümer in 125 geöffnete Denkmale und zu weiteren Aktionen ein.

Zum diesjährigen Universalmotto „Farbe“ können die Besucher des Denkmaltags in Hamburg drei Themenveranstaltungen besuchen: ein Stadtteilspaziergang in Dulsberg, ein Rundgang in Neustadt und eine Stadtführung in Ottensen/Altona-Altstadt.

Unter dem Titel „Ist das echt? Stadtteilspaziergang in ROT und GRÜN“ bietet die Geschichtsgruppe Dulsberg e.V. einen historischen Spaziergang in dem in den 1920er Jahren von Oberbaudirektor Fritz Schumacher geplanten Stadtteil an. Insbesondere stehen die Farben Rot und Grün im Mittelpunkt des etwa anderthalbstündigen Rundgangs, der um 11.15 Uhr am Straßburger Platz, Ecke Elsässer Straße beginnt.

Bei dem von der Architekturhistorikerin Dr. Sylvia Necker geführten Rundgang „Die Farben des Backsteins in Hamburg. Materialdiskussionen bei Fritz Schumacher und Fritz Höger“ stehen die Fassaden unterschiedlicher Bauten im Mittelpunkt. Beginnend mit Fritz Schumachers Gewerbehaus, das zwischen 1912 und 1915 entstand und heute die Handwerkskammer beherbergt, führt der Weg durch die Innenstadt bis zu Fritz Högers von 1922 bis 1924 errichteten Chilehaus. Am Beispiel der Bauten Schumachers und Högers und unter Hinzuziehung ihrer Schriften soll der Umgang mit der spezifischen Materialität und Farbigkeit des Backsteins verdeutlicht werden. Der Rundgang beginnt am Samstag, den 13. September 2014 um 11.00 Uhr am Holstenwall 12.

Schließlich startet die „Stadtführung zu farbigen Bauten Gustav Oelsners“ der Oelsner-Gesellschaft und des Altonaer Museums ebenfalls am 13. September 2014 um 14.00 Uhr in der Museumsstraße 23. Gustav Oelsner löste sich von tradierten Architekturauffassungen der Kaiserzeit und prägte als Altonaer Stadtbaurat von 1924 bis 1933 das Hamburger Stadtbild. Seine klare Architektursprache entspricht den Prinzipien des Neuen Bauens. Für seine einzigartigen Mauerwerksfassaden verwendete er farbige Klinker. Nach Einführung und Modellschau im Altonaer Museum werden auf dem Rundgang anhand farbiger Beispiele Einblicke in Oelsners Werk gegeben.

Den Abschluss des Tag des offenen Denkmals, der wohl größten Kulturveranstaltung in Deutschland, bildet um 17.00 Uhr in der Jacobikirche in Hamburg Mitte ein Konzert der Reihe Grundton D des Deutschlandfunks gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Kooperation mit dem Musikfest Bremen. Es spielen das Arp-Schnitger-Ensemble, das Gesualdo Consort Amsterdam, Oltremontano und Harald Vogel im VIII. Teil des Arp-Schnitger-Festivals „Eine große Hamburgische Kirchenmusik“ mit Werken unter anderem von Matthias Weckmann und Hieronymus Praetorius.

Weitere Informationen zum Programm unter www.tag-des-offenen-denkmals.de.

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Hilfeaufruf war erfolgreich: Festgottesdienst in Ahlsdorf

Im August 2011 stürzte ein Teil der Decke über dem Altar der Dorfkirche in Schönewalde-Ahlsdorf im Landkreis Elbe-Elster in das Kirchenschiff. Das Gotteshaus musste gesperrt und komplett instandgesetzt werden. Nun öffnet die Kirche am Sonntag, den 31. August 2014 um 14.00 Uhr erneut ihre Pforten mit einem Festgottesdienst.

Im Anschluss daran lädt die Gemeinde zu einer Kaffeetafel in das ehemalige Pfarrhaus ein. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) hat 2012 nach einem Spendenaufruf in ihrer Zeitschrift Monumente die Gesamtinstandsetzung der Kirche mit 50.000 Euro unterstützen können.

Die einschiffige Kirche stammt im Kern aus dem späten 14. Jahrhundert und wurde aus Feldsteinen mit partieller Verwendung von Backsteinen an den beiden südlichen Portalen errichtet. Ab 1710 ließ die Patronatsfamilie von Seyffertitz die Kirche barock umgestalten. Barocke Gliederungselemente finden sich auch an den Fassaden von Kirchenschiff und Turm. Der hohe schlanke Turm wurde 1717 anlässlich des 200. Jahrestages des Lutherschen Thesenanschlags auf fast quadratischem Grundriss errichtet. Seinen oberen Abschluss bilden eine achteckige Glockenstube aus Fachwerk sowie eine geschweifte schiefergedeckte Haube.

Dorfkirche in Ahlsdorf © Marie-Luise Preiss/Deutsche Stiftung Denkmalschutz
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Im Innenraum ist die barocke Überformung insbesondere an der mit Stuckgesimsen und -verzierungen abgesetzten Putzdecke erkennbar, die sich in den Dachstuhl einschmiegt. An der Nord-, West- und zum Teil an der Südseite wurden zweistöckige Emporen aufgestellt, die den Charakter des Kirchenraumes bis heute bestimmen. Die westliche Empore trägt den mächtigen Orgelprospekt. Ein Patronatsgestühl entstand im östlichen Bereich. Die noch aus der Zeit um 1624 stammenden Tafeln des Altarretabels wurden in einen neuen geschnitzten Rahmen mit prächtigen Akanthusranken integriert. Auf der gegenüberliegenden Südseite befindet sich das Pfarrgestühl, von dem aus der Aufgang zur Kanzel begangen werden kann. Besonders prachtvoll und aufwändig verziert sind die Epitaphien der Brüder Anton Friedrich und Joachim Hennig von Seyffertitz, ebenso der barocke Taufengel.

1907/1908 kam Ahlsdorf in den Besitz der Familie von Siemens, zu dieser Zeit wurde das kleine Gotteshaus zum letzten Mal sorgfältig restauriert. Nachdem im August 2011 ein Teil der Decke unmittelbar vor dem Altar heruntergestürzt war, erfolgte zunächst eine Notsicherung. Doch die Schadenslage war weit größer: der Dachstuhl und die Mauerkronen wiesen Verformungen auf, Risse waren erkennbar. Das barocke Gesims war gelockert, es gab Feuchte- und Putzschäden.

Die Dorfkirche in Ahlsdorf gehört zu den über 570 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Brandenburg fördern konnte.

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