Nach Skepsis rollt die Intonacatrice Tigre-Begeisterungswelle durchs Land, weil man sieht, wie gut sie ist als ‚mortar sprayer‘ oder ‚Putzspritze‘

Volatilität ist nicht die Stärke von Deutschland, sondern eigentlich eher das in-der-Gruppe-Verschwinden.

Leute, die mit Baugeräten zu tun haben jeden Tag, hatten ein Verständnisproblem in Bezug auf die Intonacatrice Tigre … aber die Freunde von Käufern sind jetzt ganz begeistert, weil sie die Intonacatrice Tigre, den PutzSpritzTiger ausleihen können.

Castell Berges hat ein Assistenzproblem, weil zuviele Ideen vorhanden sind, aber die personellen … Ressourcen beschränkt.

Doch auch ohne diesen Input ist praktisch jeder, der die Intonacatrice Tigre in die Hand nimmt und damit spritzt, begeistert, auch wenn man wie der Autor schon mit ‚höllisch rauswerfenden Putzmaschinen‘ hantiert hat.

Mit einem Rührwerk wird man alleine nicht glücklich, auch wenn der Umstieg von einem Rührwerk auf einen Freifallmischer gewöhnungsbedürftig ist, gerade wenn man heikle Mischungen hat, die extrem sind, d.h. schwerer Zementleim mit sehr leichten Zuschlägen.

Deutschland ist ein Trockenbauland, wo man egalisierte Oberflächen liebt, die keine Individualität und Imperfektion zeigen, doch im Gegensatz z.B. zu Spanien, wo man damit richtig gewöhnlich baut, ist die Intonacatrice Tigre in Deutschland die Wahl für die Entwürfe, Konzeptionen, die nicht von der Stange sind, weil man eigene Mörtelmischungen auf eigene oder eigenartige Objekte appliziert, wie bei der Restaurierung, wo ‚hubbeliger Putz‘ dazugehört, damit es authentisch wirkt und nicht wie Disneyland …

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Es wird ausdrücklich betont, dass InterBerges, Gerd F. Berges keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte von verlinkten Seiten oder anderer externer Inhalte hat. Und darum jegliche Haftung ausschließt.

Test mit Liadrain S an Mischer(Bedienung) und Wasser/Zement-Wert gescheitert

Ein Freifallmischer braucht die Reibung mit dem Zuschlag, aber mit leichtem Zuschlag wird nicht genug Reibung erzeugt und wenn man dann noch als Freifallmischer-Neuling die Rührwerkstechnik überträgt, dann hat man plötzlich Zementanbackung, die kaum wieder abgeht.

Das führt natürlich dazu, daß das Wasser/Zement-Verhältnis aus den Fugen gerät, weil ja ein großer Teil nicht gelöst ist und wenn man dann noch den Wassergehalt des Liadrain zu hoch hat, dann kommt nichts Gescheites heraus.

Doch wenn das Liadrain S in einer trockenen Mischung steckt, kann man es kaum noch glattstreichen, so verkrallt ist es dann.

Bei einem weiteren Test muß darum darauf geachtet werden:

  • Nicht über 70 Liter bei 125-Liter Freifallmischer gehen
  • Wässerung des Liadrain durch Mischung von trockenem und nassen Liadrain begrenzen
  • W/Z-Wert unter 50
  • Zement-Dispersion überwachen

… so wurde aus dem Putz ein Leichtestrich, der nicht begangen wird.

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Wässerungsergebnisse Liadrain S: 600 – 300 = 300 ml pro Liter bis zur Sättigung

Wenn man 1 Liter Liadrain nimmt, dann saugt das Material ca. 300 ml Wasser auf, die man beim Wasser/Zement-Wert nicht beachten muß, weil es innere Wasserlagerung ist.

Liadrain S saugt nach 300 ml pro Liter kein Wasser mehr und ist darum theoretisch neutral und man sollte nicht nur tropfnasse Liadrain S in den Zementleim geben können, sondern auch den Zementleim mit entsprechend mehr Wasser versehen, was nach Auskunft von Liapor bei Liaporkügelchen mit Sinterhaut funktionieren soll, weil kein Zementleim, sondern nur das Wasser aufgenommen wird.

Doch ist dies auch der Fall, wenn man gebrochene Körnung hat? Oder nehmen die Kapillaren bei trockener Zugabe auch Zementleim auf?

Für den Test mit Intonacatrice Tigre (von gestern aus gesehen: manana … morgen) wird vorgewässertes Liadrain S genommen, so daß diese Problemstellung nicht auftaucht, doch dies sollte sollte noch geklärt werden.

Zur Sicherheit wird dann ein W/Z-Wert von 0,50 genommen, d.h. auf 25 kg Zement (darum hat wohl der Baueimer 12 Liter) 12 Liter (= kg) Wasser … der Zement im Wasser gelöst, dispergiert und dann die Liadrain-Körnung hinzugefügt, wobei das Verhältnis auch von der Oberfläche und Korngröße abhängt … und bei Liadrain-Körnung bis 6 mm braucht man weniger Zement als bei Feinbeton … weil die Oberfläche viel, viel kleiner ist …

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Test Liadrain S (von Liapor) heute mit der Intonacatrice Tigre

Wie gut kann man die gebrochene Blähtonkörnung bis 6 mm mit der Intonacatrice Tigre verarbeiten?

Im Rahmen des Projektes IsoCoccioPesto ist Castell Berges vom Ziegelmehl zum Blähtongranulat gekommen.
Blähton ist mit einem Gewicht von 300 bis 400 kg pro cbm einzuordnen zwischen Schaumglas und Bims, wobei in Hinsicht auf die Saugfähigkeit die Verwandschaft zu Perlit und Bims natürlich stärker ist.

Liapor Blähtonkügelchen mit Sinterhaut von Liapor wird in Beton verwendet und hat bei der Verarbeitung den Vorteil der Rundheit und der besser zu kontrollierenden Saugfähigkeit durch die Sinterhaut.

Liadrain Substrat für Dachbegrünung etc. ist kantig und offenporig und damit zwar schwierig in Bezug auf das Wasser-Zement-Verhältnis, aber perfekt in Bezug auf die Verzahnung des Zuschlages.
Bei Luftkalk hat man damit natürlich nicht das Problem.

Die W/Z-Frage wird in Bezug auf das Spritzen mit Zement als Bindemittel heute geklärt werden.

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Hanfkollerschäben-Zementmörtel – eine total harte Überraschung nach Wasser-/Zement-Verhältnis-Zitterpartie … und eine ‚tour de force‘, ein wilder Ritt in Bezug auf Materialien und Konzeptionen

Oder wie real wirksamer Wasser-/Zement-Wert sich deutlich von dem rein rechnerischen Wert weit unterscheiden kann.

Für die Bewertung des Wasser-/Zement-Wertes sind Erfahrungen wichtiger als das Rechnen, weil Feuchtegehalt, Saugfähigkeit und Fließmittel (zur besseren Verarbeitung) mit einfließen.

Doch bei der Aushärtung des Hanfkollerschäben-Zementmörtels, der nicht hart werden wollte, stellt sich die Frage, was passiert ist – ob er einfach wie Lehm getrocknet ist oder die Hydratation untypisch langsam sich vollzogen hat?

Die generelle Frage ist jedoch der Umgang mit der Frage, wie man bei extrem saugfähigen Mörtelzuschlägen möglichst nah an den optimalen Wasser-/Zement-Wert (bei NHL-Kalk oder Prompt natürlich Wasser-/Bindemittelwert) herankommt, um möglichst hohe Druckfestigkeiten zu bekommen, was bei NHL 2 natürlich viel kritischer ist, wobei man auch über Carbonatisierung nachdenken muß.

Hanfkollerschäben werden produziert, indem sie von Walzen durch eine Art von Nudelsieb gedrückt werden und dadurch komprimiert werden. Beim Wässern dehnen sie sich wieder aus auf (dem Vernehmen nach) das Vierfache, d.h. nicht unbedingt, daß jetzt dazu das Wasser das ganze Volumen darstellt, weil bei einem Naturbaustoff die Zellen elastisch sind und vielleicht die Zellwände einfach sich wieder aufstellen.

Generell wird von (kleinteiligem) Hanf in 1 Minute das Vierfache des Eigengewichtes an Wasser aufgenommen, d.h. er hat dann getränkt wohl eine Dichte von ca. 1 wie Wasser. (Dies macht seine Eignung zur Dichtung von Wasserleitungsanschlüssen aus, weil durch Quellung durch Wasser kein Wasser mehr durchkommen kann. Bei Mörtelpumpen darf man sich anscheinend keine Pausen erlauben und den Mörtelfluß stoppen, weil die Kollerschäben weiter expandieren … ein Problem, was mit der Intonacatrice Tigre natürlich nicht hat.)

Ãœber die Zeit im Mörtel trocknet der Hanf wieder aus ohne aber wieder zu schrumpfen, weil die Matrix ausgehärtet ist und dieses Wasserdepot kann man als ‚Innere Wasserlagerung‘ bezeichnen, weil der Mörtel nicht vertrocknet, sondern die Härtung vielleicht 180 Tage dauern kann … wobei natürlich auch 28 Tage schon zählen.

Doch bei Sonderanwendungen wie gebundenem Hanf mit einer Blasmaschine oder Spritzmaschine hat man ein anderes Problem, weil die Benetzung kaum soviel Feuchtigkeit in den Hanf bringen kann, daß er nicht dem Zement oder NHL oder auch CL die Feuchtigkeit entzieht, die er braucht, um auszuhärten.
Eine denkbare Lösung wäre die Kombination mit Bentonit oder bzw. und Zellulose (Kleister), die das Wasser mitbringen und schrumpfen, während der Hanf saugt und sich ausdehnt. Aber dies ist eine Hypothese.

Einfacher wird es natürlich sein, wenn man händisch arbeitet oder mit der Intonacatrice Tigre, wo man dem Hanf Zeit zum Quellen geben kann. (Die abenteuerlichen Konzeptionen mit Weißfeinkalk seien einmal nicht betrachtet.)

Doch von dem Sonderfall Hanf(kollerschäben) einmal abgesehen, gibt es natürlich auch formfeste hochsaugfähige Zuschläge wie Perlit, Bims und Lava, die unterschiedlich dämmende und druckfeste Mörtel ermöglichen, aber in Bezug auf das Wasser-/Zement-Verhältnis ähnlich heikel sind, wozu noch kommen kann, daß sie im Betonwerk unter freiem Himmel gelagert werden, lagerfeucht in Abhängigkeit von der Witterung sind. Jahreszeit, momentanes Wetter, Witterungsexposition der Lagerstätte wirken mit.

Auch wenn man gerne an die Sicherheit der Exaktheit, an Messungen glaubt, so müssen es die Fachleute ‚im Urin haben‘, genauso wie bei den Geschichten von Schaumbetonfachleuten, die das spezifische Gewicht einfach wissen …

Um jedoch diese Leistung zu verstehen, kommt jetzt auch noch die Osmose, d.h. die Neigung von konzentrierten Lösungen Wasser aus schwachen Lösungen zu ziehen, ins Spiel.
Bei Kunststoffmotorbooten aus GFK gibt es ein Schadbild, wo sich Wasserblasen im Material bilden und damit die Festigkeit des Verbundmaterials zerstört wird … und dies ist der Erinnerung nach im Süsswasser häufiger, weil der Konzentrationsunterschied größer ist.

Bei hochsaugfähigen Zuschlägen (s.o.) wird es hypothetisch also eine ‚Balance‘ zwischen Kapillarität und Lösungskonzentration geben:

  • Trockener Zuschlag saugt einfach das Wasser ab und senkt den Wasser-/Zement-Wert, wenn nicht der Bindemittelleim als Ganzes aufgenommen wird
  • Triefnasser Zuschlag gibt einfach Wasser ab
  • Schwachkonzentrierter feuchter Zuschlag gibt Wasser ab, wenn nicht die kapillare Saugfähigkeit stärker ist
  • Höherkonzentrierter feuchter Zuschlag gibt ‚unwilliger‘ Wasser ab bei gleicher Feuchtigkeit wie schwachkonzentrierter Zuschlage und sollte bei gleicher kapillarer Saugfähigkeit mehr Wasser aufnehmen, aber weniger Bindemittel …

Bei Plattenproduktion wird anscheinend zur Vereinfachung und Standardisierung der Zuschlag schon vorab mineralisiert und damit seine Isolation erreicht … und generell ist davon auszugehen, daß gerade bei pflanzlichen Zuschlägen, die nicht so widerstandsfähig wie Hanf sind, eine mineralische Imprägnierung besonders interessant ist.
Bei der Mörtel- oder Betonherstellung mit solchen Leichtzuschlägen, die Leichtzuschläge erst im Bindemittelleim zu baden und dann zu trocknen, damit sie nicht heikel sind, ist natürlich zu aufwändig und so muß man einen Weg finden, um die Materialeigenschaften optimal zu nutzen.

Die Balance beim Saugen wird einfacher, wenn man folgende Bedingungen (entweder oder bzw. und) erfüllt:

  • Saugneigung und Triefneigung der hochsaugfähigen Zuschläge sind nicht ausgeprägt
  • Konzentrationsunterschiede zwischen Zuschlag und Bindemittelleim sind gering
  • Bei der Literung stellt man die Saugfähigkeit in Rechnung, wenn man nicht Haufwerksporigkeit anstrebt, was natürlich auch heikel sein kann
  • Man gewährleistet eine ‚innere Wasserlagerung‘ für die Härtung über 90 oder 180 Tage … oder Jahre und die Frage ist, wie das kapillare Geschehen zum Beispiel in einer Burgmauer ist, die innen nach Jahrhunderten noch feucht ist

Natürlich sind das zuviele Fragen, doch bisher sind die Antworten eher zuwenig …

In der modernen Bauwelt ist es so einfach, weil dann nimmt man einfach einen kaum saugfähigen Zuschlag wie Glasschaum oder EPS oder direkt ein WDVS oder schon mineralisierte Schalungssteine mit EPS-Einlage oder direkt nicht saugfähige EPS-Schalungssteine und damit man einen schönen Wasser-/Zement-Wert bekommt ohne sich damit ‚Erdfeuchte‘ einzukaufen nimmt man Schmiermittel, d.h. Fließmittel oder Verflüssiger.

Dies ist das Gleiche wie bei der Wurstherstellung, wo man durch Zusätze Realität verschönert, damit man nicht mit ihr konfrontiert wird. Und wenn die Wurst immer noch nicht rot genug leuchtet, dann hilft auch die Leuchtenindustrie …

Mit EPS-Flocken für wohl (der Erinnerung nach) 20,-/cbm (ab ‚Werk‘ … es waren wohl 300 km auf der A6), Zement, Gewebe, Fasern (2%) und ‚Vergütungen‘ ähnlich zu Tiefengrund plus Porenbildner, um hart-zähe Klebrigkeit mit Feuchtetransport zu kombinieren kann Castell Berges so simpel Dämmmörtel oder Dämmbeton herstellen (zu einem Bruchteil der marktüblichen Kosten), aber im Bereich der naturnahen Materialien wird es kompliziert, weil die Produkte ‚die für Naturprodukte typischen Schwankungen‘ aufweisen.

Die Schwankungsbreite noch einzuschränken ist eine ideologische oder kostenrechnerische ‚Spitz-auf-Knopf-Mentalität‘, weil fehlertolerante und träge Systeme leicht und ohne negative Auswirkungen überdimensioniert werden können, zumal dann die Kosten nicht selten unter denen der scheinbar optimierten Systeme liegen (wobei hier nicht die Strukturen, die Konzeptionen, sondern die materialspezifischen Anforderungen gemeint sind, weil man z.B. mit einer 10 cm dicken Sandwichplatte aus billigen Materialien leicht stabiler werden kann als mit 10 mm Supermaterial … einfach wegen der Scheibenwirkung, der bionischen Gitter, der Nervistrukturen etc.).

Nicht aus sachlichem Interesse, sondern ‚akademischem‘ und aus Gründen der ’nichttarifären Handelshemmnisse‘ werden WLG vergötzt oder Druckfestigkeiten, die Jahrhunderte niemand gebraucht hat und ohne die man gotische Kathedralen (mit Fehlschlägen) bauen konnte …

Ohne genau zu wissen, wissen zu können, wie es exakt ist, kann man durch die Anwendung von prinzipiell guten Materialien in der Form eines ‚random based walk‘ zu ganzheitlich besseren Systemen, Konzeptionen kommen als durch die Fehlleitung durch Ideologien, Interessengruppen und Zertifizitis.

Mit Materialien wie Hanf, Bims, Blähton, Kalk (CL und NHL und Prompt) … aber selbst mit Baumarktzement, mit guter Mischtechnik wie von Lino Sella, mit der Intonacatrice Tigre (z.B. mit Kompressor von Gieb aus der Pfalz, die Konfektionäre sind oder mit einem Kompressor aus Güglingen … wo auch der Kalk-Laden ist) kann man so ‚günstig‘ nachhaltige Gebäude schaffen, die man auch wieder als Bodenverbesserung nutzen kann.

Und in Bezug auf die grundsätzliche Konzeption gibt es seit wohl 30 Jahren http://www.earthship.org oder die Kasseler Konzeptionen, denen wohl heute am ehesten http://www.bio-solar-haus.de nahekommt, auch wenn Castell Berges mit dem MassivSolarHaus eine viel lustvollere Konzeption hat mit Firmenkeller, Selbstversorgerküche (da fehlen nur die Hühner und Schweine …) und Vorratskammer, Ãœberlaufpool … Banja … etc.

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TigerSpritzPutz: Eine Putzfamilie optimiert für die Intonacatrice Tigre, den PutzSpritzTiger

Weil die Intonacatrice Tigre kann, was sonst nur Systeme für Zehntausende von Euro können, d.h. große Zuschläge bis 8 mm, zarte Zuschläge wie Perlit, kantige Zuschläge an die Wand oder an ein Netz zu bringen, hat sie eine eigene Putzfamilie verdient.

Da man aber das Rad nicht neu erfinden muß, gehören natürlich alle andere Putzsorten zum Programm, d.h. von Discountputz aus dem Baumarkt über Kalkspatzenputz unter Verwendung von Stückkalk nach Rezept des Kalk-Ladens in Frauenzimmern und den erprobten Kalkputzen von Hessler Kalkwerk in Wiesloch.

Doch die Intonacatrice Tigre gibt ähnlich wie auf dem Bild von Eugène Delacroix mit der barbusigen Fahnenträgerin von der französischen Revolution ganz neue Freiheiten und eigentlich sollte schon ein Bild mit der Intonacatrice Tigre statt der Flagge gemacht werden – es wurde nur keine passende Frau gefunden …

Mit der Intonacatrice Tigre wird im Land der ‚Sackaufreißer‘, der ‚Zertifizitis‘, in Deutschland eine Revolution der Freiheit des Verputzens möglich.

Und um dies zu zeigen, braucht es die TigerSpritzPutze:

  • 6 – 8 mm Dämmputz, der gleichzeitig Grundputz sein kann: Hanfschäben, Perlit, Bims, Lava, Blähton mit Ziegelmehl
  • 4 mm Grundputz (+ Hanffaser in mehreren Feinheiten)
  • FeinCoccioPesto mit der Farbe von Ziegelmehl und der Wasserfestigkeit von Trass, vielleicht sogar mit einer Frattazzatrice von Lino Sella gefilzt, vielleicht geölt … geseift … wie Tadelakt
  • Feinputz vom Markt, d.h. vom volldeklarierten Markt, d.h. Hessler Kalkwerk und Kalkladen für normale Menschen … weil im Sinne der Beweisumkehr man von den sonstigen (d.h. auch den Firmen, die eigentlich Hessler Mörtel verkaufen) annehmen sollte, daß sie ganz im Rahmen des Gesetzes ‚pfuschen‘ (der Autor muß noch einmal recherchieren, aber Worte wie ‚Fiesematenten‘ zeigen, wie unsicher Etymologie ist), d.h. Qualität gegen Convenience tauschen.

Castell Berges ist zu rustikal und praktisch, aber natürlich die Plattform für Versuche, d.h. es können Dinge auch ‚in die Hose gehen‘, weil Dinge versucht werden, die abenteuerlich sind, doch es gibt den Raum der Haftung, der Mängelrügenprofis und den Bereich der Freiheit, wo man lernt, was möglich ist … auch wenn das Risiko meist überschaubar ist, wie beim Versuch mit Hanfkollerschäben mit Zement, Sand, Hanffasern bis 1 mm und bis 20 mm im Garten, was nicht aushärten wollte, aber jetzt ‚bombenfest‘ ist, was kaum zu erklären ist. (Denn eigentlich war zu erwarten, daß es zerbröselt …)

Das Verputzen kann auch ‚bacchantisch‘ sein, d.h. großzügig und doch funktionieren.

Wenn man den richtigen Untergrund richtig vorbereitet hat und richtig gewässert hat, damit er den Putz nicht wie ein Vampir aussaugt, dann gibt es jenseits von Gebäudebewegungen kaum Risse … solange man den Putz nicht zu fett macht, weil die meisten Ideen von Festigkeit übertrieben sind und Elastizität wichtiger ist (was natürlich ein Grund für Kunstharze ist, die hartzäh sind …).

Wenn man also verputzt und es entstehen Schwindungsrisse, dann ist dies normal und eigentlich kein Problem (hier geht es nicht um Problemsituationen wie nasse Fundamente etc. …), weil man über den ausgehärteten Putz einfach elastischer, d.h. risstolerant putzt. Das Problem entsteht nur aus dem engen Zeitplan der heutigen Bauwirtschaft, die Convenience braucht.

Ein Haus, was ‚bacchantisch‘, ‚italienisch‘ verputzt ist ohne ein Zertifikat kann bewohnt Jahrhunderte überleben … ohne Denkmalschützer, DIBt …  nur mit Zärtlichkeit, mit Kümmern (was sich englisch viel besser anhört, weil ‚care‘, d.h. Fürsorge nahe an ‚caresses‘, d.h. Zärtlichkeiten ist … auch wenn ‚britisch‘ nicht unbedingt für ‚Sensibilität‘ steht).

Deutschland ist das Land des DIY, des Selbermachens nicht erst seit der exzessiven Steuer-Staatlichkeit und wenn man von Frankreich in Fast-Noch-DDR gekommen ist, dann weiß man, was Selbermachen ist, weil dort in einer ‚billigen‘ Ferienwohnung eines Privatmannes es soviel besser war als ein recht teures Hotel …

Darum ist die Intonacatrice Tigre, der PutzSpritzTiger mit den TigerSpritzputzen ‚gut deutsch‘, auch wenn sie aus Turin kommt und so schön ist, daß man sie küssen will – den Exkurs auf der Savoyen-Sardinien-Imperialismus, der zu Italien geführt hat wie in Deutschland Bismarck als Reaktion auf die französische Revolution (und Napoleon) Deutschland geschaffen hat …

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Mörtel- und Betonleim: Bindemittel, latente Bindemittel, (Dämm)Zuschläge, Mischer, Spritzer, Filzer

Guter Mörtel ohne Kunststoff braucht Wissen und einen offenen Geist. Auch wenn man irrt.

Es ist ein Kampf zwischen der ‚Natur-Religion‘ und der ‚ Convenience-Religion‘, der eigentlich tobt im Land des Mörtels, weil für die Einen muß Mörtel möglichst (zertifizierter) Lehm sein und für die Anderen hochvergütet bis hin zum Epoxidmörtel (Gerade denkt der Autor an Recycling von Epoxy-Lack mit Titandioxid oder Eisenoxid und Quarzsand und er kennt leidenschaftlich beide Seiten als Extremist … ob jetzt die Geheimdienst-Grottenolme mitschreiben oder -buchstabieren, in der geschmacklosen Art von SEO) oder einer Art von Plattenware in der Art von ‚Phototapete-Laminat‘, doch wenngleich Einrichtungsgegenstände, Dekorationen und Bodenbeläge in per Gesetz (wg. ‚Klimaschutzwahn‘ oder …) schlecht belüfteten Wohnungen wohl die meisten Ausdünstungen zu verantworten haben, so gibt es außer Bequemlichkeit (bei der Verarbeitung) und Substitution von Qualität kaum Gründe für die ganzen erdölchemischen Zusätze zur besseren Verarbeitung, Haftung etc., die die Verursacher der meisten Empfindlichkeiten (und hier steht nicht ‚Allergien‘, weil Allergie ja eine Ãœberempfindlichkeit ist) sind.
 
Doch selbst wenn man den ’natürlichen Kalk‘ gegen den ‚bösen Zement‘ setzt, dann vergißt man, daß die normalen Zutaten ähnlich natürlich sind und die Brenntemperatur den wesentlichen Unterschied macht, was man daran sieht, wie das besondere Brennverfahren (in der traditionellen Art von Kalk im Schachtofen bei ‚weiten‘ 600° – 1200° C, d.h. ganz im Gegensatz zur heutigen Ideologie der Gleichförmigkeit, zur Homogenisierung … dazu einen Exkurs zur Milchwirtschaft, zu der Nazi-Tradition der Hygiene, die in Deutschland eine vergleichbare Käselandschaft wie in Frankreich und Italien zerstört zu haben scheint … aber es wird wohl niemand zur Verteidigung von Nazis klagen – oder?) einen Zement, den Romanzement, der nicht gelöscht wird, entstehen läßt, der hart wie Zementmörtel wird und doch weitgehend ein Kalk ist. (Was man mit latent hydraulischen Zuschlägen zu Luftkalk auch erreichen kann … aber wie es scheint ohne die Elastizität so zu opfern … was vielleicht mit der Allmählichkeit des Festigkeitsanstieges zusammenhängt.)

Durch die Temperatur wird natürlich viel Energie eingespart, was die Klimaschützer freuen wird, doch dies versucht man im Zementbereich durch latente hydraulische Bestandteile wie Trass, Silica, Hochofensand oder Flugasche zu kompensieren, die weniger Portlandklinker im Zement erfordern … doch das Brennen unterhalb der Sintergrenze macht den wesentlichen Unterschied. Oder einfach die Petrochemie …

Wenn man jetzt Kasein, Cellulose, Puzzolane (Vulkanasche … wie auch Trass) oder Wasserglas etc. in Kalkmörtel hinzugibt, denn arbeitet man genauso chemisch, weil die Nutzung von chemischen Reaktionen immer Chemie ist und selbst wenn man aus pflanzlichen Stoffen hergestellte Vergütungen hinzugibt, dann ist es Chemie.

Chemiefrei meint in der Regel einfach frei von hoch verarbeiteten, synthetisierten Erdölderivaten.

Auf dem Markt tummeln sich soviele Kalkmörtel, die diskret Zement enthalten und auch natürlich Kalkmörtel, die wegen der Nicht-Volldeklaration ganz legal Zusätze enthalten … und das Argument der Konkurrenz wird vorgeschoben, um dies nicht offenlegen zu müssen, doch man könnte dies ja ohne Nennung der Zusätze formulieren, wenn man Angst hat. Doch man hat zuerst Angst davor, sein Hauptverkaufsargument und -preisargument zu verlieren, wenn man ein paar Zutaten nennt, die nachher in der Summe nicht unerheblich sind.

Und Hochofensand oder Flugasche (aus Kraftwerken) im Zement regen auch nicht die Natur-Phantasie an, auch wenn deren Verwendung das Klima schützt, weil man weniger Portlandklinker braucht … und damit weniger Energie, doch für Castell Berges gilt: Besser einen selbstgemachten Zementmörtel als einen ‚erdölchemisch hochvergüteten‘ Kalkmörtel.
(Einen 50 Jahre alten Zementmörtel von einer Wand zu ‚kloppen‘, um ihn ‚massenwahnbewegt‘ durch ‚hochvergüteten Wunderkalk‘ zu ersetzen ist schon ‚bekloppt‘ … weil, wenn das System funktioniert, man wohl keine baulichen Probleme und keine Emissionen mehr befürchten muß, die man sonst bei Herstellung des Kalks und vielleicht auch des Kalkmörtels generiert. Zumal besonders, wenn es um eine Außenwand geht. Da kann man bei Kalklust sicher aufbauen …)

Der Grund für die Bevorzugung von echtem Kalk als Luftkalk oder NHL ist:

  • Ein einfaches Produkt, weil ein Gestein gebrannt wird
  • Eine einfache Verarbeitung zum Mörtel, weil man ‚einfach bleiben‘ kann
  • Eine anspruchsvolle Verarbeitung im Vergleich zu schnellen, vergüteten Zementmörteln
  • Elastisch gerade auch mit Naturstein (wegen Fugenabriss) und Fachwerk
  • Kapillaraktiv und natürlich diffusionsoffen
  • Klimaverbessernd (man muß einfach geruchsmäßig Kalk- und Zement-Mörtel vergleichen)
  • Meist hart genug, denn man kann Wandoberflächen auch mit Tapeten vergleichen … statt mit Bunkern – und der Klügere gibt nach
  • Als Mauermörtel seit 7.000 (Letzte Zahl im Kopf in Bezug auf Stonehenge) Jahren bewährt
  • Passivierend gegenüber Stahl (und Holz) durch stabilere Alkalität und und geringere Gleichgewichtsfeuchte im Vergleich zu Zement
  • Als Putzmörtel durch Kälken mit Luftkalk (weil jährlich) arbeitsintensiv, aber kostengünstig und bewährt zu pflegen, denn teure ‚Plaste-und-Elaste‘ schützt nicht das ‚Klima‘, d.h. sorgt im Stall etc. nicht für wirkliche und wirkende Frische – heute einfacher durch Pumpen, Sprühen
  • Heute, in einer schnelllebigen Zeit eigentlich noch wichtiger: Nicht zu hart und gut abzubrechen bei Umbauten … und problemloser zu entsorgen, auch wenn für Kalkmörtel (wohl wegen der Zuschläge und Vergütungen) natürlich widersinnigerweise die gleichen Entsorgungsregeln gelten, aber ein Naturkalkmörtel mit Hanfschäben oder Perlit oder Vermiculit ist einfach Bodenverbesserung oder Dünger, weil alle Zutaten im Gartenbau verwendet werden. Oder als Einstreu für Terrarien oder Ställe. Oder im Tierfutter wie Kalk, Vermiculit und Hanf.

Der Beton der Römer war natürlich kein Zementbeton, weil man nicht so heiß brennen konnte, sondern eine Mischung von Kalk mit latent hydraulischen Vergütungen wie Vulkanasche (in Italien oder der Eifel mit Trass) oder in Konstantinopel bei der Hagia Sophia mit Ziegelmehl, was vielleicht eher Backsteinmehl war wegen der damaligen Brenntemperatur oder wegen der Ausschußziegel … aber nach allen Informationen auf jeden Fall kein Klinkermehl sein darf. Dazu wurde auch noch Heißkalk verwendet, der der Ãœberlieferung nach oft zu Arbeitsunfällen (Verbrennung mit Verätzung statt nur Verätzung) geführt hat.

Der sogenannte Romanzement nahm in gewisser Weise die Herstellung von Portlandzement voraus, doch die Brenntemperatur macht den Unterschied und beim speziellen Romanzement ‚Prompt‘ die natürliche Rohstoffbasis mit dem aufwendigen Untertage-Abbau und das Brennverfahren mit weit gespreizten Brenntemperaturen, die die Produkteigenschaften bestimmen.

Doch um es übersichtlicher zu machen hier die Bindemittel-Parameter in einer Aufzählung:

  • Mineralische Zusammensetzung: Silikat – Ton (= Aluminium) – Calcium (beim Portlandzement als Erstarrungsverzögerer: Gips)
  • Brenntemperatur: unter Sintertemperatur (= Nicht-Schmelzen) mit C2S/Belit – über Sintertemperatur (= Schmelzen) mit C3S/Alit
  • Brennverfahren: Schachtofen (ungenaue Temperatur) – Drehofen (homogenisierte Temperatur, weil Umschichtung und Durchlauf)
  • Latente Bindemittel wie Hochofensand, Flugasche, Silica, Trass, YaliBims, Ziegelmehl (d.h. gebrannter Ton wie in NHL oder Portlandzement)
  • Blaine-Wert, d.h. Oberfläche für Reaktion durch Vermahlung (leichter bei Kalk als bei Keramik/Klinker/Sinter): Grob – fein – nano – (Molazza di malta für staubfreie Verfeinerung)
  • Wasser/Zement-Wert, d.h. wieviel Wassergewicht (verfügbar) auf Bindemittelgewicht (in welcher Form): 0,4 (bei Romancement) – 1,1 (bei Romancement)
  • Gleichgewichtsfeuchtigkeit

Da die latenten Bindemittel zum Teil mitvermahlen werden, weil deren Reaktionsfähigkeit von der Mahlfeinheit abhängt und weil sie direkt mit dem Bindemittel agieren, liegt es näher sie als Teil des Bindemittels zu sehen, doch man kann sie natürlich auch einzeln hinzufügen, wenn man lieber weiß, was drin ist und nicht einen Trasskalk nimmt, in dem dann auch noch Zement enthalten ist, statt einen NHL mit purem Trass zu nehmen oder NHL mit Prompt … doch speziell zu den Auswirkungen von Zuschlägen auf den resultierenden Wasser/Zement-Wert (dazu eine aktuelle Anmerkung: Beim Arbeiten mit Kollerhanfschäben von Hanffaser Uckermark wurden über Tage vollgesogene Schäben mit Portlandzement gemischt, wobei es tagelang nicht aushärtete und nun doch … wobei die Frage ist, ob es nur wie Lehm gehärtet, getrocknet ist, was später getestet werden wird mit Wässerung.) gibt es neben den Risiken, daß ein saugfähiger Zuschlag dem Bindemittel das Wasser raubt auch noch die Gefahr, daß das Bindemittel an Bindefähigkeit verliert durch zuviel einfach verfügbares Wasser, aber gleichzeitig durch eine innere Wasserlagerung besser aushärtet und eine viel höhere Festigkeit erreicht, was gerade bei einem höheren Anteil von latenten Bindemitteln wichtig ist – eine Balance auf einer Rasierklinge.

Bei der Mörtelmischung kommt man auch zu der Frage der Zuschläge:

  • Zuschlag ist verwandt mit Bindemittel, Bsp. Kalksand mit Kalkleim
  • Kornform: Rund (rollend) oder kantig, splittrig (verkrallend)
  • Oberfläche: Glatt oder rau (wie auch bei Armierung s.u.)
  • Dichte: ultraleicht (Perlit, Styropor, Hanfschäben, Schaumglas) – leicht (Liapor, Bims) – mittel – normal (Sand)
  • Festigkeit: fragil (Perlit) – widerstandsfähig (Schaumglas, Liapor, Bims) – hart-Effekt (Sand, Lava, Basalt, Keramik)
  • Verwendung (definiert Härte und Korngröße): Spritzbewurf – Grundputz – Feinputz – Glätte
  • Korngrößen (bestimmt auch Bindemittelvergrauch): Groß für Grundputz, Dämmputz (mit Intonacatrice Tigre bis 8 mm getestet und geringem Bindemittelverbrauch bei entsprechender Sieblinie) – Staub für Glätte (mit hohem Bindemittelverbrauch, weil die Kornoberfläche und die Kornzwischenräume anteilsmäßig viel höher sind)
  • Haufwerksporigkeit: Bindemittel zum Verkleben der Belastungsstellen – (Schaumbeton als Fixierung, d.h. der Druck)
  • Sieblinie (außer bei Haufwerksporigkeit): Bindemittelverbrauch hoch oder niedrig
  • Mischverhältnis: Fett (stark, aber rissanfällig) – mager (schwächer, aber weniger Schwundrisse)
  • Armierungsart: Gewebe – Gelege – 3D-Gewirk – Wirrfaser (mitgemischt)
  • Armierungsmaßstab: feinst (z.B. Hanfstaub im Mikrobereich, vielleicht auf Kristallisationsebene, d.h. die Faser liegt dann nicht im Bindemittel, sondern im Kristallgitter … wo ist die Kaffeemühle?) – fein (1 bis 20 mm lang getestet mit Intonacatrice Tigre, mit Einschränkung bis 60 mm, die Rührwerke ’sabotieren‘) – grob (z.B. Betonstahl)
  • Armierungsfaseroberfläche (ähnlich zu Nudelherstellung …): glatt (silanisierte Glasfaser, PP etc., Stahl) – rauh (Nylon) – fraktal (Hanf)
  • Armierungsfaser-Bioimpact: Sedimentation – Abbau – Mikroplastik (ähnlich zu Peelings oder Fleecewaschverlust)
  • (Vergütungen: Kleber für Wände und Decken – Schmierer fürs Aufziehen – Verflüssiger für Guss – es sind so um 2% des Mörtelgewichts, die nicht deklariert werden muß, d.h. bei schöner Definition kann man es wie bei Ascorbinsäure in Nahrungsmitteln machen, die man als Säuerungsmittel deklariert, die aber auch eine Wirkung als Konservierungsmittel haben kann … oder mit ‚Hefeextrakt‘, wo Glutamat drin sein darf und man es nicht deklarieren muß …)
  • Schaum bei Zementmörtel, um Betongewichte von 1600, 1200, 600 oder 100 kg/cbm zu erreichen, wobei durch Faserzugabe es anscheinend wesentlich fester wird – Castell Berges wird bei stabilem Wetter im Scheppach Mix125 Test mit Hanffasern, Hanfkollerschäben, Edama-Schaumkonzentrat (Ein Proteinschaum, dessen Konzentrat man fast trinken könnte … nach Gesprächsprotokoll) per Tornador-Schaumpistole, und vielleicht Perlit als zusätzlichem Leichtzuschlag und Dispergierunghilfe durchführen, weil Vermischung und Entmischung ist das Hauptproblem mit Schaum
  • Innere Wasserlagerung durch saugfähige Zuschläge wie Dämmstoffe (Hanf, Perlit, Vermiculit, Bims, Lava – nicht Glas oder EPS), wie Armierungen (wie Hanf oder Nylon) oder auch Zellulose (ein pflanzliches Kolloid, wie in Kleister oder Soßenpulver) oder Bentonit (ein Mineral mit vergleichbaren Wasserhalte-Eigenschaften) schützt vor zu schneller Austrocknung

Die Sackware ist in Deutschland so beliebt, weil man für alles eine Vorschrift braucht und ‚Sackaufreißer‘ kaum etwas falsch machen können, außer bei der Wasserdosierung … und außer eine Pause zu machen und die Mörtelpumpe zu killen … was bei saugfähigen quellenden Zuschlägen noch schlimmer ist. Systeme gaukeln Sicherheit vor, die sie nur eingeschränkt bieten. Doch selbst das Wasser (Mineralgehalt, ggfs. EM, Effektive Mikroorganismen, die noch nicht getestet sind) könnte einen Unterschied machen. Aber es soll ja nicht noch komplizierter werden.

Beim Mischen gibt es die nicht für alle Anwendungen geeigneten Mischverfahren:

  • Freifallmischer mischt nicht so intensiv und braucht Zeit bei nester- oder klumpenbildenden inhomogenen oder faserigen Mörtelbestandteilen, aber punktet bei zarten und saugfähigen Zuschlägen, weil er kein Zwangsmischer ist und Zeit nicht nur verbraucht, sondern auch gibt, was unterschiedliche Rührtechniken (Reihenfolge, Anteile der Zuschläge, Wasser) erfordert
  • Zwangsmischer in den verschiedenen Formen (mit verschiedenen Rührhaken, Planetenrührerwerken, gegenläufiger Mischtrommel) kneten den Mörtel intensiv und schnell durch, aber brauchen viel Leistung, haben viel Verschleiß und zerstören manche Materialien (Perlit, Vermiculit)
  • Spezialmischer für spezielle Mörtel und Betone: Bei Faserbetonen nimmt man gern HighSheer-Mischer (Hohe Scherung – der Lieblingsmischer der Faserbeton-Leute …), die mit scharfen Rührorganen und hohen Drehzahlen ‚die Matrix aufschließen‘, d.h. im Labormaßstab kann man die Bohrmaschine mit Rührstab voll laufen lassen (Castell Berges hat die Produktion von Wasserglas-kalk-Pigment-Farbe ‚in der Schublade‘ mit MeckPomm- oder Pfalz-Wasserglas und ‚Schwarzwaldmischer‘ von Promitec) … Handrührwerke gerade mit 2 Rührorganen wie beim Handmixer in der Küche gehen in diese Richtung und sind bei kleinen Mengen so praktisch, doch bei zähen Mischungen und großen Mengen ungeeignet. Bei Schaumbeton gibt es verschiedene Konzeptionen neben dem selbstexpandierenden Schaumbeton: Edama-Spiralmischer mit minimalem Randabstand, Dr.Luca-Zwangsmischer und russische Kavitationsmischer, die anscheinend keinen Schaumgenerator brauchen, sondern durch Unterdruck (vom Namen her) Blasen aufziehen (der Erfinder war sicher Motorboot-Fahrer …). Das ‚Gegenteil‘ davon sind die Molazza per/di Malta, die Feinputzmühlen aus dem vulkanischen Süden Italiens, die wie Olivenölmühlen oder Kollergänge bei Hanffaser Uckermark das eher weiche(?) Material (trifft wohl auf Yalibims zu …) zerkleinern durch schwere Rollen … ähnlich zu Brechern für Schotter und Brechersand wird das Gestein zusammengepresst und überträgt die Kraft auch indirekt, während der Mahlvorgang im Zement- oder Kalkwerk mit Mahlkugeln oder -körpern von Magotteaux aus Belgien etc. in der Kugelmühle erfolgt
  • Mischpumpen, d.h. Befeuchtungsmischer, die Fertigmischungen nicht wirklich mischen, sondern befeuchten und wie ein Fleischwolf auswerfen, was wie oben bei Pausen und Zuschlägen wie Hanfkollerschäben, die Wasser saugen und expandieren zu bösen Ãœberraschungen führen können … und schon Hanfkollerschäben heikel macht
  • Mischdüsen für Trockenspritzmaschinen befeuchten die Fertigmischungen, die mit Druckluft durch den Schlauch transportiert werden, die aber heikel werden, wenn saugfähige Zuschläge enthalten sind, die ’nachträglich‘ erstaunlich viel Wasser entziehen können, wie z.B. Kollerschäben aus Hanf, die in 1 Minute bis zum 4fachen des Gewichts an Wasser aufnehmen können – und in Bezug auf das Strömungsverhalten sowieso heikel sind … weil in Sekundenbruchteilen der ‚Mörtelsturm‘ durchfeuchtet werden muß

Da Betongiessen hier nicht zentral ist, sondern der Materialähnlichkeit wegen mitbehandelt wurde, wird jetzt der Fokus auf Putzmörtel gelegt.

Doch die besten Mörtel (ohne Kunststoff) nutzen nichts, wenn man nicht den Untergrund vorbereitet:

  • Tragfähigkeit: Oberfläche – Wandscheiben-Integrität
  • Bewegung (‚Arbeiten‘): Fachwerkelastizität – Stahlbetonhärte
  • Rauheit: Kraterlandschaft – gekämmt – rau – Spiegelglatt (wo es Kleber braucht …)
  • Saugfähigkeit: Durstig (bei Kalkputz heißt es, daß man 3 mal Wasser braucht, d.h. im Mörtel, im Untergrund und nach dem Auftragen) – Imprägniert (s.o. ‚Spiegelglatt‘)

Bei den Auftragsarten von Mörtel gibt es unterschiedliche Wirkungen bei unterschiedlichen Materialien

  • Mörtel rotzen (mit Hilfsluft) mit Mörtelpumpen üblicher Art mit kleinem Kompressor, die eigentlich eine Mörtelwurst an die Wand bringt ohne Schweiß …
  • Mörtel anwerfen (Kellenwurf), die traditionelle Technik, die für viele zuviel Geschicklichkeit erfordert
  • Mörtel spritzen (mit Transportluft) mit der Intonacatrice Tigre für Luftigkeit von Dämmmörtel (Es geht ohne Glattziehen bei den Zwischenschichten) und ohne nennenswerten Rückprall bei den empfohlenen Luftmengen
  • Mörtel aufziehen (händisch) mit Kraftaufwand, aber beim Nullauszug von ‚Prompt‘ mit besonderen Eigenschaften …
  • Mörtel schießen (mit hoher Luftmenge) mit Verkrallung mit dem Untergrund, aber auch nennenswertem Rückprall der Körner(, den man mit zähen Zutaten reduzieren kann, wozu sicher auch Wirrfasern gehören) – kann man mit der Intonacatrice Tigre sicher auch machen mit 7,5 kw-Kompressor …

Die Oberflächenqualität ohne zähe Kunststoff-Kleber zu erzielen ist natürlich schwieriger, weil der Kunststoff die Härte des Zementes kompensiert und man ohne Vergütung beim Verputzen das Risiko von Rissen hat, doch wenn man in der Tradition umständlich mit Dämmputz/Grundputz, Feinputz und Glätte arbeitet, werden die Risse, wie die Krater und Dellen, vom Putz mit dem feineren Korn gefüllt … oder beim Tapezieren … und beim Abziehen mit einer langen Latte und dem Filzen mit einem Gerät mit großen Teller wie einer Frattazzatrice von Lino Sella kann man nicht nur die historische, hubbelige Arbeitsweise, sondern auch großzügige, glatte Flächen herstellen, die nicht synthetisch, sondern persönlich, lebendig wirken. Jedenfalls wertiger als Potemkinsche Dörfer in Hochglanz.

Diese Ausführungen beanspruchen keine Vollständigkeit und die wirkliche mineralogische und rezeptkompetente Behandlung dieser Fragen braucht natürlich umfassendes Budget, Testequipment und Verwertungserlaubnis, d.h. Zertifizierung, Zulassung und Vermarktungsstruktur. Doch es gibt keinen begründeten Zweifel daran, daß man auf der Basis dieser Ausführungen mehr Freiheiten hat über Wundermittel aus der Werbung nachzudenken und sich nicht für die Produkte zu entscheiden, die für die Hersteller besser sind, sondern für die, die für die eigenen Bedürfnisse optimal sind.

Die Ausrichtung an den eigenen Bedürfnissen bedeutet natürlich auch die Ausrichtung an individuellen Situationen und die Verwendung von Mörtel und (Trajans)Beton ist nicht zuerst eine rechtliche oder marktbezogene Frage, sondern eine konstruktive, die sich an den Lebensvorstellungen und den Gegegebenheiten ausrichten muß, wie es die ‚armen‘ Mörtelhersteller müssen oder auch die Steinhersteller etc..

Für die eigenen Vorhaben sollte man Lösungsoffenheit als Grundsatz nehmen und wie die Römer bauen, die z.B. für das Kolosseum verfügbare Materialien wie Kalk, Tonziegel, Vulkanasche, Holz, Marmor als Oberfläche zu einer Organisationsstruktur formten und sich nicht um die Trennung der Systemwelten scherten. Dies ist später auch bei den Trajansmärkten noch besser zu sehen ist, wo statt Ziegelmauern zu mauern aus Dreiecks-Ziegeln, mit denen man nicht nur auch gebogene Wandoberflächen gestalten konnte, als verlorene Schalung, die sich zudem wie heutige HDPE-Betonschutzplatten mit Widerhaken mit dem ‚TrajansBeton‘ verzahnten durch Reihenversatz ein dauerhaftes Groß-Handelsgebäude errichtet wurde, welches täglich beansprucht wurde.

Die Römer arbeiteten mit Kraftableitungsstrukturen, die man beim Pantheon bewundern kann und deren Alltagsform der Bogen (oder der halbe Stützbogen z.B. bei der Hagia Sophia) war, die aber nach der Renaissance, der Wiederbelebung von Zivilisation die Blüte in den gotischen Kathedralen fanden. Mit Leichtmaterialien, die heute von der Betonfraktion vereinnahmt werden(, auch wenn sie die Sintergrenzen  überschritten haben und damit in einer anderen mineralogischen Welt leben), die aus natürlichen Gesteinen wie Tuff (= ungemahlener Trass, Vulkangestein) hergestellt waren und wenn auch langsamer die Festigkeit von hochfesten Zementbetonen verbunden mit den Qualitäten von Kalkmörtel aufwiesen. Mit Mischkonstruktionen aus Stein, Lehm, Holz bei den armen Leuten jenseits der grandiosen Bauwerke. Mit Solarenergie- und mit Thermalwasser …

Natürlich gab es schon damals Moden und Protz. Aber es gibt keine Anzeichen für künstliche Bescheidenheit, die aus Prinzip Materialien verwendet in der Art, wie man lustlos am proklamiert gesunden Essen herumkaut oder das Klima schützt. (Wobei wohl nicht wenige ‚gute‘ Menschen Savonarolas sind … weil man so Macht ausüben und Seelen saugen kann … statt nur Blut. Darum: Seelsauger )

Eine virtuelle Welt ist eine Welt der Möglichkeiten und nicht der (elektronischen) Fluchten und des katatonischen Wichtigtuns. Es warten soviele Möglichkeiten jenseits der genormten Geschmäcker und Lösungen, die natürlich mehr Phantasie brauchen als fertige Produkte per cut-and-paste zusammenzuwürfeln und sie dann dann per Paketdienst liefern zu lassen. Und statt (bald nach TTIP nicht nur) Chinesen in ’sweat shops‘ schwitzen zu lassen, sollte man Mut haben und mit einer Mischung aus eigenen Ideen, gewichteten Systemen und Produkten Dinge schaffen, die mehr man selbst sind als Mode.
Kleinkinder (oder die Schmusedecke von Linus) soll man nicht zu oft baden, weil deren Säureschutzmantel noch schwach ist. Bei manchen Erwachsenen [wie dem Autor] ist dies im Gegenteil drängend, wenn es nicht gerade um Reviermarkierung geht. Doch generell gilt, daß die Eigenheit stärker sein muß als die Konformität, damit man gesund bleiben kann und sicher ist ein Großteil der Krankheiten und Süchte nur induziert, während der Betroffene sich schuldig fühlt.

Auch wenn es überall Pfusch gibt, so gibt es keinen Spaß bei der Statik und beim Wetterschutz (jetzt ohne Behandlung von WDVS etc.), doch die italienische Nonchalance formulierte ein Küchenstudio-Inhaber, der die schnelle Ideenumsetzung bewunderte und deren schwere, deutsche Realisierung nach 3 Jahren nicht als Vorteil sah.
Bei vielen Dinge geben einfach Wissen, die Kreativität und der Mut Freiheit und Leichtigkeit, Durchatmen, denn ‚Warum muß es nur perfekt sein, wenn es richtig gut sein kann‘.

Damit Dinge richtig gut werden können, müssen die Ideen stärker als die ermüdendende Perfektion sein, weil das Ensemble, die gesamte ‚Inszenierung‘ zählt, die natürlich von ‚authentischen‘ Elementen profitiert und so ist in Bezug auf Mörtel und Beton die Organisation, die Funktion, die Form maßgebend.

Castell Berges hat mit den ‚ausgegrabenen‘, recherchierten Dingen wie Echt-Kalk, Naturfaser, Eiweiß-Schaumbeton, …, der Intonacatrice Tigre, dem PutzSpritzTiger, mit transportablen Mischern von Lino Sella
, die man leicht im Keller oder auf dem Dachboden betreiben kann und die den Nachbarn auch nicht so stören oder die auch leicht verkauft und versandt werden können, eine Welt ausgegraben ähnlich zu der auch von den Nazis ‚vergessenen‘ Welt der Rohmilchkäse in Deutschland … aber erst im Spannungsfeld von ‚denkmalpflegerfreier‘ Zärtlichkeit für historische Gebäude (d.h. kein Disney und kein IS-Derivat) und
Innovation, Zukunft, Selbstausdruck gibt es Entwicklung.

PS: In Zeiten von mechanischen Schreibmaschinen oder Schreibmaschinen mit 20-Buchstaben-Korrekturspeicher hat der Autor schon 1,5-Meter-‚Leporello‘-Dokumentationen (… soviele Fremdwörter oder Altwörter für moderne Menschen – aber Leporello ist so eine Art von zick-zack-zusammengefaltetes Panorama-Photo einer Mind-Map – auf Papier) realisiert (und den Professor irritiert), doch heute sind die ‚Graphen‘ mit Software von www.inforapid.de bald 5 Meter lang … und nicht fertig … weil sie vom Sandkorn oder besser: Vom Bindemittel-Staub bis zum Bild an der Wand(mit Loreat-Haken oder verdeckten Galerie-Schienen) gehen und dabei auch die Finanzierungsfrage in Zeiten einer irren Ost- oder Abwirtschaftungspolitik (Der Autor wunderte sich ähnlich wie beim Artikel des Handelsblatt, der ihm hautnah bekannt vorkam … als er von Freibeuterabkommen lesen konnte, was er scheinbar geprägt hat … aber angesichts der Erfindung des Fernrohrs auch einfach morphogenetisch sein könnte … was ‚beweist‘, daß DRM einfach hauptsächlich Narzissmus und Abzocke von Nicht-Kreativen [oder gerade deren Erben oder der Erben von Kreativen, die vielleicht als Teil einer Mesalliance wie Leonardo da Vinci vererbungstechnisch Hybride waren wie auch Fidel Castro … ] ist und vielleicht nicht selten auch Nazismus) nach Gabriel in der Art von Serbien-Zerschlagungs-Friedenspolitik nach Schröder/Fischer/Scharping nicht ausschließt.

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